Dr. Walter Baumann

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Adresse: Leuna | Joliot-Curie Str. 45 (früher: Breite Str. 45)

geboren: 14.11.1902

gestorben: 27.04.1940

bekannte Informationen:

Walter Baumann wurde am 14.11.1902 in Hildesheim geboren und wuchs in Altenburg in Thüringen auf. Nach seinem Studium der Chemie erhielt er seine erste Anstellung bei der BASF in Ludwigshafen 1927.
Ab 1928 gehörte er bei der IGF (Ammoniakwerk Merseburg) in Leuna als Chemiker zu den Spitzenfachkräften und Spitzenverdienern. Er arbeitete zuerst im Hauptlabor B 219, später im Versuchslabor B 52 und war beteiligt an den Forschungen zur Vorbereitung der späteren V2-Waffen.
Er heiratete 1929 in Halle/Saale eine „arische“ Frau, die bis 1949 in den Adressbüchern als Apothekerin auftaucht.
1938 wurde er aus „rassischen“ Gründen entlassen und versuchte eine Ausreisegenehmigung in die USA zu erlangen.
Dr. rer.nat. Walter Baumann wurde aus politischen Gründen erstmals vom 5.10.-14.10.1939 in Leipzig inhaftiert. Die zweite Inhaftierung erfolgte bereits am 9.11.1939 in Leipzig. Während dieses Gefängnisaufenthaltes erhielt er die Genehmigung zur Eìnreise in die USA, aber Dr. Walter Baumann wurde direkt aus der Haft am 7. März 1940 in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. 7. März 1940 Er wurde am 9. März 1940 unter der Häftlings Nr. 20878 im Häftlingsblock 44 dort registriert und verstarb im KZ Sachsenhausen bereits am 27. April 1940. Die Todesnachricht wurde seiner Frau überstellt, die zu diesem Zeitpunkt bereits in Leipzig wohnte.

Der Stolperstein wurde 2011 in Leuna, Joliot-Curie-Straße 45 verlegt.

Weiterführende Medien

Wissenschaftliche Quellen

Bild von Dr. Walter Baumann

Arolsen-Archive, Signatur 10010439
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